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Der assistierte Suizid aus Sicht der DGPPN-Mitglieder

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen um eine Regelung der Suizidassistenz sind die DGPPN-Mitglieder aufgerufen, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Die Ergebnisse daraus sollen eine Diskussionsgrundlage und Basis für die Positionierung der Fachgesellschaft schaffen.

Unter einem assistierten Suizid versteht man eine Selbsttötung, bei der Dritte dem Suizidwilligen Hilfsmittel zur Verfügung stellen, zum Beispiel ein tödliches Medikament. Die Entscheidung zum Suizid und die Durchführung unternimmt aber alleine der Suizident[1], ohne Mitwirkung oder Eingreifen des Helfers. Davon begrifflich klar unterschieden wird die Tötung auf Verlangen, bei welcher ein Dritter den Tod durch eine aktive Handlung herbeiführt. Die Tötung auf Verlangen ist eine Straftat, die Suizidassistenz nicht. Von 2015 bis 2020 war die gewerbsmäßige Suizidassistenz ebenfalls verboten, die entsprechende Strafvorschrift wurde aber vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) für nichtig erklärt. Das BVerfG hat festgestellt, dass das Recht auf einen freiverantwortlichen Suizid auch die Freiheit umfasst, hierfür von Dritten angebotene Hilfe anzunehmen. Eine gesetzliche Regelung der Voraussetzungen von Suizidassistenz steht aber noch aus. Der Deutsche Ärztetag hat im Mai 2021 das Verbot der ärztlichen Suizidassistenz aus der Musterberufsordnung gestrichen, dabei aber betont, dass Suizidassistenz keine ärztliche Aufgabe sei.

In diesem Kontext scheint es von besonderer Bedeutung, die Ansichten und Positionen der DGPPN-Mitglieder zu kennen, auch um eine Diskussionsgrundlage und möglichst breite Basis für die Positionierung der Fachgesellschaft zu schaffen.

Ihr ausgefüllter Fragebogen wird durch das Berliner Institut für Sozialforschung ausschließlich anonym ausgewertet. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Der Datensatz wird nach Abschluss so aufbereitet, dass keine Rückschlüsse auf Ihre Person möglich sind und nur in dieser Form an die DGPPN übergegeben. Die Durchführung des Forschungsprojektes geschieht auf der Grundlage der Bestimmungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Wenn Sie Fragen zum Datenschutz haben, können Sie sich an die Datenschutzbeauftragte des Berliner Instituts für Sozialforschung wenden (Janika Gabriel, datenschutz@bis-berlin.de, Tel.: 030 / 310 009 10, siehe auch https://www.bis-berlin.de/datenschutzhinweis).

Der folgende Fragebogen beinhaltet die fünf Themenbereiche Rahmenbedingungen des assistierten Suizids, die Rolle von Ärzten bei assistierten Suiziden, persönliche Einschätzungen und Erfahrungen, Erwartungen bezüglich zukünftiger Entwicklungen und soziodemographische Fragen. Die Beantwortung dauert ca. 20-25 Minuten. Bitte beantworten Sie die Fragen sorgfältig, es gibt im Fragebogen keine Zurück-Funktion.


[1] Vielfach finden sich im Text männliche personenbezogene Hauptwörter (z. B. Ärzte), die für alle Geschlechter gelten sollen. Dies dient der besseren Lesbarkeit und wir bitten freundlich darum, hieran keinen Anstoß zu nehmen.

Dr. Felix BaderBIS Berliner Institut für Sozialforschung GmbH, 2021